Die Altstadt von Klaipėda

Klaipeda ist die älteste Stadt Litauens. Gegründet wurde die drittgrößte Stadt des Landes im Jahre 1252 unter dem deutschen Namen "Memel".

Die Stadt lag bis zum 15. Jh. an der Memelburg, direkt am Fluss Dane. Die Burg wurde einige Male umgebaut, und dadurch veränderte sich auch die Lage Klaipedas.

Zum Ende des 15. Jh. reichte die südliche Grenze der Stadt bis an den heutigen Theaterplatz. 1259 wurde die Burg restauriert und das Territorium um die Burg, das einst von den Bewohnern der Stadt genutzt wurde, zählte nun nicht mehr zum Wohngebiet. Ortsansässige wurden in die heutige Altstadt umgesiedelt. Anfang des 16. Jh. wurden die Hauptachsen der planmäßigen Altstadtstruktur abgesteckt: die zwei sich kreuzenden Straßen Tiltų (Brücken) gatvė und Turgaus (Markt) gatvė. Das Territorium der Altstadt wurde in kleine Rechtecke unterteilt. Gegen Ende des 16. Jh. gestaltete sich vollends ein Straßen- und Viertelnetzwerk, das sich später nicht viel änderte.

An der Hauptstraßenkreuzung befand sich ein Schafott, ein Schandpfeiler, an dem man Unzüchtige ächtete. Von 1595 ins 19. Jh. fanden in der Altstadt verschiedene Messen statt, die allesamt 2 Wochen andauerten und an denen Händlern aus verschiedenen Ländern teilnahmen.

Bis zur Mitte des 19. Jh. galt die Altstadt Klaipedas als Zentrum der Verwaltung, des Handels und des geistigen Lebens. Hier befanden sich die größten Geschäfte, Handelsspeicher und Banken.

Ein großes Feuer, im Jahre 1854, beschädigte einige Teile der Stadt sehr stark und auch im Zweiten Weltkrieg wurde Klaipeda regelrecht verwüstet, erholte sich jedoch recht schnell wieder. 1963 wurde die Altstadt unter Denkmalschutz gesetzt. 

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