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Tourismus und Kultur Informationszentrum
Turgaus Str. 7
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Sehenswerte Orte
 
Sehenswerte Orte in Klaipeda
2013 04 04
 

* Altstadt von Klaipeda

gatves_tiltu_g._1_607Klaipeda ist die älteste Stadt Litauens. Gegründet wurde die drittgrößte Stadt des Landes im Jahre 1252 unter dem deutschen Namen "Memel".

Die Stadt lag bis zum 15. Jh. an der Memelburg, direkt am Fluß Dane. Die Burg wurde einige Male umgebaut, und dadurch veränderte sich auch die Lage Klaipedas.

Zum Ende des 15. Jh. reichte die südliche Grenze der Stadt bis an den heutigen Theaterplatz. 1259 wurde die Burg restauriert und das Terretorium um die Burg, das einst von den Bewohnern der Stadt genutzt wurde, zählte nun nicht mehr zum Wohngebiet. Ortsansässige wurden in die heutige Altstadt umgesiedelt. Anfang des 16. Jh. wurden die Hauptachsen der planmäßigen Altstadtstruktur abgesteckt: die zwei sich kreuzenden Straßen Tiltų (Brücke) gatvė und Turgaus (Markt) gatvė. Das Terretorium der Altstadt wurde in kleine Rechtecke unterteilt. Gegen Ende des 16. Jh. gestaltete sich vollends ein Straßen- und Viertelnetzwerk, dass sich später nidsc_0544_607cht viel änderte.

An der Hauptsstraßenkreuzung befand sich ein Schaffott, ein Schandpfeiler, an dem man Unzüchtige ächtete. Von 1595 ins 19. Jh. fanden in der Altstatdt verschiedene Messen statt, die allesamt 2 Wochen andauerten und an denen Händler aus verschiedenen Ländern teilnahmen.

Bis zur Mitte des 19. Jh. galt die Altstadt Klaipedas als Zentrum der Verwaltung, des Handels und des geistigen Lebens. Hier befanden sich die größten Geschäfte, Handelsspeicher und Banken.

Ein großes Feuer, im Jahre 1854, beschädigte einige Teile der Stadt sehr stark und auch im Zweiten Weltkrieg wurde Klaipeda regelrecht verwüstet, erholte sich jedoch recht schnell wieder. 1963 wurde die Altstadt unter Denkmalschutz gesetzt. 

  

* Ehemalige Architektur

fachverkinis_sandelys_0_607Klaipeda besitzt den schönsten Fachwerkspeicher des 18. Jahrhunderts. Hier war Fachwerk besonders in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts populär, als während der Napoleonkriege der Handel in der Hafenstadt aufblühte und das Wachstum der Stadt positiv beeinflusste. Das Bild der Stadt blieb seitdem weitgehend erhalten.

Die Popularität des Fachwerks im 19. Jh. beweist gerade der Teil der Altstadt, der sich zwischen der Großwasserstraße (Didžioji Vandens) und dem Theaterplatz befindet.

Dort sieht man, die, in diesem Teil bis heute gebliebenen Fachwerksgruppen, Höfe, Hausflure und eindrucksvolle Gebäude, die sowohl das große Feuer im Jahre 1854, als auch andere spätere Zerstörungen überstanden. Der andere Teil der Altstadt, der sich zwischen dem Markt (Turgaus) und der Fischerstraße (Žvejų) befindet, wurde stark durch das Feuer beschädigt. Dort lassen sich nur wenige Fachwerkhäuser finden. Beim Wiederaufbau wurde auf diese Baukunst, bedingt durch Brandschutzauflagen und esthetischer Ziele, weitgehend verzichtet.

Die gebliebenen kleineren Fachwerkhäuser werden häufig von Künstlern genutzt. Dort findet man gemütliche Cafe, kleine Kunststuben und Souvenirgeschäfte.

 

* Theaterplatz

teatro_aiksteDieser Platz ist das Herz der Stadt und ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Der Theaterplatz lockt wie ein Magnet Menschen an. Hier finden das Burgenjazzfestival, das Meeresfest, Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Man erzählt sich, dass die ersten Aufführungen schon im 17. Jh. dort stattgefunden haben.

Im Jahre 1819, als ein Teil der Burggräben abgeschafft wurde, eröffnete der Neumarkt. An den Neumarktrand baute man eine Markthalle.

Neben dieser Halle , bzw. den Burggräben, befand sich der Fischmarkt. Die Fischer brachten hier ihre Fische durch das Haff und verkauften sie auf ihren Schiffchen. Der Marktplatz wurde durch die Schäfte der Schiffchen lebendig, die mit bunten Wimpeln geschmückt waren. Der heutige Theaterplatz befand sich zwischen den zwei Marktplätzen und verinigete sich später mit ihnen. So bildeten die Turgaus gatvė (Marktstraße), der Theaterplatz und der Neumarkt, einen, von der Jonaskirche bis zur Burg, langen Marktplatz.

 

anike_1_607_01* Ännchen von Tharau
(auf dem Theaterplatz)

In der Mitte des Theaterplatzes befindet sich ein Springbrunnen mit eine Skulptur von „Ännchen von Tharau". Das Denkmal mit dem kleinen Mädchen wurde 1912, durch den Berliner Alfred Kune, zum Gedenken an den in Klaipeda geborenen deutschen Dichter und Schriftsteller Simon Dach errichtet. Ann war das Mädchen, in dass er sich auf den ersten Blick verliebte. Obwohl sie mit einem anderen Mann verlobt war, widmete ihr Simon Dach das Gedicht „Ännchen von Tharau" und ein gleichnamiges Lied, welche beiden noch heute in Deutschland, der Schweiz und Österreich bekannt sind. Während des Zweiten Weltkrieges verschwand die Skulptur auf mysteriöse Weise und wurde 1990 durch eine Initiative der Bevölkerung und der Gäste rekonstruiert.

 

* Der Kunsthof
(Daržų st. 10)

dscn0899Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Künstlerhof, der im 18. Jh. in einem Fachwerkspeicher errichtet wurde. Es ist als die Geburtstätte des kulturellen Lebens in Klaipeda bekannt. Der Gebäudekomplex wurde im 18. Jh. im Fachwerkstil erbaut. Die Fachwerkspeicher der Stadt Klaipeda, die mit gebogenen Dächern gedeckt worden, sind einzigartig und nirgendwo sonst auffindbar. Man verwendete diese gewölbten Dächer um soviel Waren wie möglich unterbringen zu können.

Heutzutage sind hier Kunstwerkstätten zu finden, durch die die Besucher in vergangene Zeiten versetzt werden. Man kann an Workshops teilnehmen, bei denen man traditionelles Kunstwerkzeug selbst herstellen kann. Der Kunsthof ist bei Einheimischen sehr beliebt und zieht Besucher mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen an.

 

arka* "Arka" ("Der Bogen") - ein Denkmal des vereinten Litauens
(Danės st.)

Das Denkmal wurde im Jahre 2003 anlässlich des 85 Jahrestages des Tilsit-Aktes und des 80 Jahrestages der Vereinigung Litauens mit dem Memelgebiet gebaut. Mit einem Gewicht von 150 Tonnen und einer Höhe von 8,50 Metern ist es eines der imposantesten Granit-Denkmäler Litauens.

Die kleine Säule aus rotem Granit symbolisiert Kleinlitauen mit seinem reichen kulturellen Erbe, während die quadratische graue Granitsäule Großlitauen darstellt.

Die Abbruchkante oberhalb der roten Säule symbolisiert das Königsberger Gebiet (heutiges Gebiet um Kaliningrad), das jetzt zu Russland gehört.

Am oberen Teil des Denkmals ist ein Spruch der Schriftstellerin I. Simonaityte gemeißelt: „Wir sind ein Volk, ein Land, ein Litauen".

(Autor A. Sakalauskas)

 

* Informationspfosten
(Tiltų st. an der "Biržos" Brücke)

1889 haben Kaufleute an der Brücke Birža einen originellen Informationspfosten gebaut, die sogenannte Säule der Metrologie. Das war ein viereckiger, mehr als 5 Meter hoher Pfosten, der an die Steinpfosten der Postmeilen des 18. Jh. erinnerte. In die Säule wurden eine mechanische Uhr, ein Aneroid-Barometer und ein Kontrollmetermaß eingebaut. Auf der Säule waren auch Angaben wie, Auf- und Niedergang der Sonne und des Mondes zu finden.

Auf den mittleren Teil des Pfostens wurde die geographische Lage der Stadt und andere Angaben gezeichnet. Jedoch wurde er im Jahre 1908, mit Renovierung der Börse, niedergerissen.

Anlässlich des 750 Stadtjubiläums wurde der Informationspfosten rekonstruiert. Der jetzige ist kleiner, verfügt aber über die selben Angaben und Informationen.

 

pa130360_607* Dramatheater
(Theaterplatz 2)

Die Anfänge des Dramatheaters lassen sich auf das Jahr 1935 datieren, als das Šiauliai Theater schloss und dessen Schauspieler nach Klaipeda kamen. Das Dramatheater besteht aus zwei Sälen, einem großen Saal, der Platz für 450 Gäste bietet und ein kleinerer Saal mit 150 Plätzen. Es wurden sowohl die Fassaden als auch das Innere des Gebäudes restauriert. Die Ausstattung des zweiten, kleineren Saales bietet inländischen uns ausländischen Regisseuren viele schöpferische Möglichkeiten. In dem kleineren Saal fanden drei internationale Theaterfestivals statt.

Derzeit beschäftigt das Theater 40 Schauspieler.

 

* Musiktheater
(Danės st. 19)

Das Musiktheater der Stadt Klaipeda wurde im Jahre 1987 gegründet und hatte seine erste Premiere ein Jahr später mit der Oper "Mažvydas". Hier werden Opern, Operetten, Musicals, Ballettstücke und auch Aufführungen für Kinder dargeboten. Zusätzlich dazu finden alljährlich Veranstaltungen wie, der Musikfrühling, das Festival der modernen Musik, das Burgjazzfestival, das internationale Folklorefestival und das Festival der modernen Musik, statt.

 

skulpt._klaipedietis_607* Skulptur "Klaipėdietis" ("Bewohner der Stadt Klaipeda")
(Mažvydo Allee)

Das Denkmal „Klaipėdietis",das das Wappen der Stadt Klaipeda abbildet, war ein Geschenk zum 750. Jahrestag der Stadt. Die Skulptur ist 45 cm hoch und komplett aus Bronze.

Der kleine Junge, neben dem Wappen der Stadt, wurde im Sommer 2008 im Nachhinein vom Bildhauer S. Jurkus und vom Architekt V. Paulionis errichtet. Bis dahin diente die Skulptur als Schmuck der Bibliothek in der Julius Janonis Straße. Diese Skulptur hat keinerlei magische Fähigkeiten, man kann sie also nur bewundern.

(Autor  S. Jurkus, architecht V. Paulionis)

 

* Skulptur "Slibinas" ("der Drache")
(Vežėjų st.)

skulpt._drakonas_11_607In der Altstadt, an der Wand vor der Gallerie "Pėda" befindet sich eine Skulptur, die sich "der Drache" nennt. Es ist eine Stahl-, Bronze- und Granitskulptur, wiegt um die 145 Kilogramm und hat eine Länge von 320 cm. "Der Drache" gilt als die mystische Verewigung der Legende der Herkunft der Stadt Klaipeda. Der Legende nach suchten zwei Brüder nach einem Platz für die Stadt Klaipeda. Sie trennten sich und suchten auf unterschiedlichen Wegen, dabei verschwand einer von ihnen. Sein Bruder fand nur noch Spuren, die einem Drachenfuß gleichten. An dieser Stelle entstand später, zum Andenken an den verschollenen Bruder, die Stadt Klaipeda. "Der Drache" soll daran erinnern.

Nach der Meinung des Autors symbolisiert der Drache die Beziehung zwischen Himmel und Erde, und Wasser und Feuer. Die Figur hängt nicht nur symbolisch an der Hauswand, sie dient als Dachrinne. Bei Regen spritzt das ablaufende Wasser aus dem Rachen des Drachens.

(Autor V. Karčiauskas)

 

skulpt._pintine_su_pinigais_7_607* Skulptur "Puodynė su pinigais" ("Krug mit Geld")
(Am Ufer der Danė)

Die Altstadt von Klaipeda hat sich mit noch einem Dekorationselement geschmückt: an dem Gebäude der Tiltų gatvė 1 können Sie einen umgekippten Krug mit Münzen sehen.

Man wählte dieses Haus, da man dort die erste Bank der Hafenstadt einrichtete.

Die abgebildeten Münzen sind aus verschiedenen Ländern, und stammen alle aus unterschiedlichen Zeiten. Dies ist symbolisch dafür, das sich Klaipeda zu einer wichtigen Hafenstadt entwickelt hat und Handel mit verschiedenen Nationen betreibt.

(Autor I. Šuliak)

 

skulpt._peliukas_607* Skulptur "Stebuklingasis peliukas" ("das Wundermäuschen")
(Kurpių st. und Kepėjų st. Kreuzung)

In den letzten Jahren wurde in der Altstadt eine 17 cm hohe Miniaturskulptur aus Bronze und Stein plaziert - das Wundermäuschen. Um die Maus herum befindet sich ein  rundes, aus Bronze gefertigtes Band, auf dem man die Worte: „Gedanken werden zum Wort - Wörter werden zum Wunder", lesen kann. Man sagt, das Mäuschen habe magische Kräfte und würde alle Wünsche erfüllen, man muss ihm nur ins Ohr flüstern.

(Autor  S. Jurkus und S. Plotnikovas)

 

skulpt._kaminkretys_8_dalia_griksaite_607* Skulptur "Kaminkrėtys" ("der Schornsteinfeger")
(Kurpių st. 8)

Die 2,4 Meter hohe Skulptur war ein Geschenk der Kompanie "Pamario restauratorius" an die Stadt Klaipeda. Auf einem Haus, am Ufer der Danė findet man die Skulptur des Schornsteinfegers.

Die Skulptur wurde gefertigt, um der Stadt mehr Glück und Reiz zu bringen, den Geist zu erwärmen und die Menschen aufzuheitern. Die Legende besagt, dass, wenn man den an der Wand befestigten Knopf zum Neujahrstag berührt, hat man das ganze Jahr über Glück.

(Autor K. Pūdymas)

 

skulpt._katinas_su_dzentelmeno_veidu* Skulptur "Katinas su džentelmeno veidu" ("der Kater")
(Kalvių st. und Pasiuntinių st. Kreuzung)

1980 hat der Bildhauer R. Midvikis die Granitskulptur „Der Kater mit dem Gesicht vom Gentleman" geschaffen. Seitdem ist dieser Kater das Symbol der Altstadt. Er verschwand mehrmals auf mytseriöse Weise und unterlag auch mutwilligen Übergriffen. Aber die Statue kam immer wieder zurück, man sagt ja, eine Katze habe 9 Leben. Zum Geburtstag der Stadt, im Sommer 2006, wurde die Katerskulptur an ihren alten Ort in der Kalvių Straße zurückgebracht. Sie wird nun mit Videokameras überwacht.

(Autor R. Midvikis)

 

skulpt._berniukas_su_suneliu_3_607* Skulptur „der Kindheitstraum"
(Terminal der Kreuzfahrtschiffe)

Seit 2007 kann man diese Skulptur am Terminal der Kreuzfahrtschiffe bestaunen.

Es handelt sich hierbei um einen kleinen Jungen, mit einem Hund an der Leine. Der kleine Junge grüßt alle Gäste, indem er mit seinem Hut winkt.

Die Skulptur hat eine schöne Bedeutung, die besagt, dass niemand den Hafen ohne Verabschiedung verlassen soll.

(Autor  S. Jurkus, architecht V. Paulionis)

 

skulpt._senamiescio_pastas_5_607* Skulptur "Senamiesčio paštas" ("die Altstadtpost")
(Tiltų st. und Turgaus st. Kreuzung)

Zu finden ist „die Altstadtpost" an der Kreuzung der beiden Straßen Tiltų gatvė und Turgaus gatvė.

Sie übernimmt nicht wirklich die Funktion eines Briefkastens, denn die Post, die man einwirft, geht nur an die Stadt. Man kann jedoch Anregungen, Wünsche, Ideen, selbst Glückwunsche einwerfen. Die Idee geht dahin, die Stimmung der Stadt, der Gäste und der Bewohner, einzufangen. 

(Autor K. Pūdymas)

 

 

skulpt._senamiescio_sargas_6_607* Skulptur "Senamiesčio sargas" ("Altstadtwächter")
(Marktplatz 21)

Seit 2006 wird der Eingang in die Altstadt durch einen bronzenen Wächter beschützt, die Skulptur eines Hundes. Das Abbild des Dobermans soll nicht nur an die Kompanie „Pamario restauratorius" erinnern, von der die Skulptur stammt,  sondern auch an das Jahr des Hundes, 2006.

Sie befindet sich auf dem Marktplatz, in der Nähe der Pilies Straße (Pilies gatvė).

Es war eine der ersten Skulpturen, die man in der Altstadt plazierte, um sie populärer zu gestalten.

(Autor  S. Jurkus, architecht V. Paulionis)

 

1000mecio_paminklas_2_607* Denkmal des Namens "Litauen"
(Der Kai der Danė)

Zum Andenken an das 1000 Jubiläum des Namens "Litauen" wurde ein Denkmal am Kai der Danė errichtet. Das schmückende Kunstwerk besteht aus Granit und Bronze. Dargestellt ist der auf einem Ross sitzende Reiter. Beide Figuren werden von einer Granitkugel und der darunter stützenden 4 Meter hohen Säule gehalten. Auf dieser Säule kann man auf litauisch, sowie auf lateinisch lesen, dass dieses Denkmal an die Jahrtausendfeier der Namensgebung "Litauen" erinnert.

(Autor R.  Midvikis, architecht V. Mazurkevičius)  

 

* Das Segelschiff "Meridianas"

Das Wahrzeichen der Stadt wurde im Jahre 1948 in Finnland erbaut und ging zusammen mit anderen Holzschiffen als Kontribution nach dem II Weltkrieg, in den Besitz der Sowjetunion über.

meridianasSolche Schiffe findet man heut nur noch selten an. Die Meridianas ging in den Besitz der Seefahrtschule Klaipedas über und war das Übungsschiff zukünftiger Schiffsführer und Kapitäne. Seit 1967 wird die Meridianas als Ausbildungsschiff nicht mehr benutzt. Im Mai 1969 verankerte man das Segenschiff in der Danė. 1971 eröffnete man darin ein Restaurant, dass von den Anwohnern und Besuchern sehr beliebt war. Der damalige Besitzer ignorierte den schlechten Zustand des Schiffes, sodass ihm einige Jahre später dem Verfall drohte.

2001 ging das Schiff für einen Symbolpreis von 1 Litas in den Besitz des Juristen A. Žičkus über.
Er startete die Initiative, dass Schiff wieder zum Leben zu erwecken. Bis 2006 war die Meridianas wieder ein populäres Restaurant.

Im Mai 2010 verschiffte man das Segelschiff zu Reparaturarbeiten in den Hafen Klaipedas. Ob es jemals wieder zurück an seinen ursprünglichen Platz kommt, ist nicht vorauszusehen.

 

* Ehemaliges Rathaus
(Danės st. 17)

pa130372_607Das ehemalige Rathaus ist ein historisches Gebäude, das während der Napoleonkriege, von 1807-1808, vorläufig vom König von Preußen, Friedrich Willhelm III, und seiner Frau Luise bewohnt wurde. Es war ein Haus des klassischen Stils, das Ende des 18. - Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Das ehemalige Rathaus gehörte dem Dänischen Kunsul Lork, später seinem Verwandten Consent. Im Jahre 1846 kaufte die Stadt dieses Gebäude und es wurde das Rathaus Klaipedas. Derzeit ist es nicht als dieses in Betrieb.

 

* Skulptur "Žvejas" ("der Fischer")
(Danės st. 17)

Am Kai der Danė, in der Nähe der Brücke Birža, steht die älteste Skulptur der Stadt - der Fischer, der im Jahre 1971, zum 37. Meeresfest, als Geschenk an die Stadt Klaipeda ging.
Die Skulptur des Fischer, die einige Meter erhoben ist, steht auf einem Sockel und lockt im Sommer Gäste und Einwohner mit seinem Springbrunnen an.

(Autor K. Kisielius)

 

* Jonas Hügel

jono_kalnelis_1_607Der sogenannte Jonas Hügel ist ein Überbleibsel der einstigen Befestigungsanlage, die damals zum Schutz der Stadt errichtet wurde. Er befindet sich am Ende der Turgaus gatvė.

Der Befestigungskomplex unterteilte sich in mehrere Teile: um die Burg, die heutige Altstadt, später erweiterte man den Befestigungsring. Den Überlieferungen zu Folge begann man die defensive Verteidigungsanlage im Jahr 1627 zu bauen. Es waren bis zu 3,5 Meter hohe Bollwerke, die man mit Gräben umgab.Im Osten und Süden war die Stadt durch die Bollwerke abgeriegelt. Im Norden wurde sie durch den Fluß Danė geschützt, sodass man in die Stadt nur über einer Seite kam.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hat die Befestigungsanlage an Bedeutung verloren.
Man begann sie teilweise einzureißen. Heute sind nur noch wenige Fragmente vorzufinden.    

 

lietuvininku_aikste1_607* Der Lietuvininkai Platz

Der Platz wurde Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen. Nach dem großen Feuer 1854, pflanzte man hier viele Bäume und schaffte einen Ort zum Erholen.

Auf dem Lietuvininkai Platz findet man das Denkmal von Martynas Mažvydas.

Martynas Mažvydas veröffentlichte 1547 das erste Buch Litauens, eine Sammlung religiöser Lieder, mit dem Namen "Katekizmas".  Es war das erste Buch, indem man die litauische Sprache anwandt.

Sein Buch wurde  veröffentlicht. Die Skulptur zeigt M. Mažvydas mit seinem Buch, den Blick gewand auf Steinbänke, die an einen Ort des Lernens erinnern sollen.

Die Skulptur wurde 1997, zum Gedenken an das 450-Jährige Jubiläum der Veröffentlichung des Buches, errichtet.

 

* Lindenstraße und der alte Postkomplex

centrinis_pastas_02_mazDie Lindenstraße bildete sich im 17. Jahrhundert am rechten Ufer der Danė heraus. Die Straße wurde erst etwas später durch die Aristokraten und Kaufmänner populär.

Hier findet man viele Gebäude, die in unterschiedlichen Stilen gebaut wurde. Von Jugendstil bis Neugotisch ist alles dabei.

Eines der imposantesten Gebäude ist der alte Postkomplex. Der Komplex besteht aus 3 nebeneinanderstehenden Gebäuden. Die Post war für Klaipeda eines der wichtigsten Institutionen, denn Klaipeda war der postalische Mittelpunkt, sowie wichtiger Anlaufpunkt für Russiche und Europäische Touristen. Der aus roten Klinkerziegeln gebaute Komplex wurde 1893 errichtet. Dem Glockenspiel mit 48 Glocken kann man seit dem 13.11.1987 jeden Sonntagmittag für 30 Minuten lauschen.

 

* Universität Klaipeda
Herkaus Manto gatvė 81

ku_foto_andrius_pelakauskas_607Die jüngste Universität Litauens wurde 1904-1907 als ehemalige Kaserne gegründet. Der Komplex bestand aus 6 Gebäuden für die Soldaten, einer Kapelle und einem Speisesaal. Der fast ein Jahrundert für militärische Zwecke genutzte neugotische Gebäudekomplex war dementsprechend gut für Studienzwecke ausgerichtet. Die Universität Klaipeda entstand 1991 durch einen Zusammenschluss und die Zusammenarbeit des politechnischen Institutes Kaunas und dem pädagogischen Institut Šiauliai.

Heute studieren an der Universität Klaipeda mehr als 7000 Studenten, an 9 verschiedenen Fakultäten (mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät, Fakultät der Sozialwissenschaften, Fakultät der Seefahrttechnik, Kunstfakultät, pädagogische Fakulktät, Fakultät der Geistenwissenschaften, Fakultät der Gesundheitswissenschaften, Institut für Seefahrt, Institut der stetigen Studien).
Die Universität von Klaipeda ist das Bildungs - und Kulturzentrum Westlitauens geworden.

 

skulpturu_parkas* Der Skulpturenpark

Bei Spaziergängern sehr beliebt ist der Skulpturenpark, der 1977 anstelle des alten städtischen Friedhofes angelegt wurde. Der Friedhof war nach dem Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, nur das Denkmal des Aufstandes von 1923 blieb erhalten. In diesem schönen weitläufigen Park sind mehr als 100 Werke litauischer Bildhauer ausgestellt. Auch die Friedhofskapelle hat den Krieg überstanden, heute wird sie als russisch - orthodoxe Kirche genutzt. Das Granitdenkmal im Norden des Parks erinnert an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten.

 

* Deutscher Soldatenfriedhof 

Der Soldatenfriedhof ist Ruhestätte für viele deutsche Soldaten, die während des Ersten und des Zweiten Weltkrieges ihr Leben lassen mussten. Er existiert seit 1915. Man nannte diesen Ort „die Unterkunft der Helden". Am 28.08.1988 wurde dieser Friedhof von ortsansässigen Priester geweiht. Ungefähr 1660 deutsche Soldaten finden hier den Ort der ewigen Ruhe.

 

* Der Bahnhof
(Priestočio st. 3/5) 

garvezys_1_607Das 19. Jahrhundert war das Jahrhundert der Industrialisierung, auch für Klaipeda. Man schuf ein Bahnnetzwerk in Europa, und Klaipeda war ein Teil dieses Bahnnetzwerkes.

1872 - 1875 errichtete man zum einen das Gebäude des Bahnhofes und zum anderen die erste Bahnlinie, die von Klaipeda nach Tilžė führte. Um den Nahverkehr zu integrieren, schuf man 1906 weitere Verbindungen zu den Dörfern: Plikiai, Laugaliai und Pėžaičiai. Die Gesamtlänge der Schmalspurbahn reichte circa 100 Kilometer. Nach dem Zweiten Weltkrieg allerdings, schloss man die Strecke der Schmalspurbahn und die Straßenbahn wurde immer populärer. Das Liniennetz umfasste damals 9 Kilometer, jedoch nutzte man die Straßenbahnen im Personennahverkehr nur bis 1934, gefolgt von der Ära der Busse.

  

* Denkmal des Kristijonas Donelaitis 

dscn0021Diese Statue erbaute man zum Gedenken an die Anfänge der litauischen Literatur im Jahre 1947. Man schuf das Denkmal anhand antropologischer Daten von Kristijonas Donelaitis, da man leider kein Foto hatte, auf das man zurück greifen konnte. Ursprünglich wollte man mit dieser Satue das Foyer der Schule, die den Namen des Künstlers trug, schmücken, die Büste war dafür aber zu wuchtig. Um den Künstler zu würdigen, versetzte man das Denkmal deshalb an den gleichnamigen Platz.

 

* Die Kirche der Friedenskönigin Maria

mtk01Dies ist die erste katholische Kirche des eher protestantischen Klaipedas. Ab dem 18. Jahrhundert hatten die wenigen Katholiken nun ein Gebetshaus. Zu finden ist es in der Rumpiškės gatvė Ecke Tilžės gatvė. Die Kirche wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört.
1960 wurde sie durch ein Projekt des Architekten J. Baltrėnas rekonstruiert und restauriert.
Im darauf folgenden Jahr begann man mit der Inneneinrichtung.
Jedoch hatte man nicht lange Freude daran. Katholikengegner begannen Anhänger des Katholizismus zu verfolgen, da man ihre Weltanschauung nicht teilte. Man verhaftete die Erbauer der Kirche. 1962 wurde mit Hilfe der sowjetischen Armee der Turm der Kirche zerstört.
Man nutzte die Kirche danach als Philharmonie, heute hat sie wieder ihre ursprüngliche Funktion, als Kirche.

Das Tourismus- und Kulturinformationszentrum der Stadt Klaipeda organisiert Führungen zur katholischen Kirche, um in 46,5 m Höhe das Panorama der Stadt Klaipeda bestaunen zu können.

Bei Interesse melden Sie sich bitte vorher im TIC (Klaipėdos turizmo ir kultūros informacijos centras) an.

Melden Sie sich bitte an TIC (Turgus Str. 7, Klaipėda), Tel. 46 412 186, Fax. 46 412 185, Email: tic@klaipedainfo.lt
Der Preis pro Person - für Erwachsene 3 Litas, für Kinder 2 Litas.   

 
Sehenswerte Orte in Klaipeda umgebung
2013 04 04
 

gamtos_perlas__iskamsu_muziejus_607* Museum von Stopftieren
www.gamtosperlas.lt
Placio st. 146, Karklė Dorf, Klaipėda umgebung
Tel.: +370 687 30700

Ein einzigartiges Museum der Jagdbeuten überrascht mit Vielzahl von Ausstellungsstücken und  Reichtum der Tierarten, es gibt kein anderes gleichwertiges Museum in Litauen und Osteuropa. Tiere aus exotischen Ländern ist ein gutes Mittel zum Kennenlernen der weiten Natur sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Hier sehen Sie einen Elefant und eine Giraffe von riesiger Größe, Löwen, Zebra, Nashorn, Affen, Krokodil, verschiedene Vögel und viele andere exotische Tiere.

 
Stadtrundgang Klaipėda zentrum
2008 06 25
 
 
 
 
 
www.klaipedainfo.lt
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e-sprendimas: www.knotdesign.com